Humane Milcholigosaccharide - eine Perspektive für Frühgeborene zum Weltfrühchentag

Nachrichtenüberblick und Pressemitteilungen

Nachrichtenüberblick und Pressemitteilungen - 2018

2018

08.10.2018

Jennewein Biotechnologie GmbH erwirbt Artus Mineralquellen in Bad Hönningen zum Aufbau eines neuen, integrierten Fermentations- und Rückgewinnungswerk für humane Milch-Oligosaccharide: Die Jennewein Biotechnologie GmbH gibt bekannt, dass sie die frühere…
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19.09.2018 PR

Jennewein Biotechnologie entwickelt neue Fermentationstechnologie für humane Milch-Oligosaccharide und weitet Produktportfolio aus: Die Jennewein Biotechnologie GmbH plant, humane Milch-Oligosaccharide (HMO) vollständig im…
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13.08.2018

Jennewein Biotechnologie erhält einen Kredit von der Europäischen Investitionsbank: Die Jennewein Biotechnologie unterzeichnete im Juli einen Vertrag mit der…
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22.06.2018

Jennewein Biotechnologie baut ein neues R&D Center in Bonn: Am 15. Juni 2018 hat die Jennewein Biotechnologie einen langjährigen…
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20.06.2018 PR

18th European Congress on Biotechnology: In diesem Jahr feiert der European Congress on Biotechnology seinen…
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07.05.2018

Jennewein Biotechnologie: Erste klinische Studie zu einem Präparat mit HMO’s nach dem Vorbild der natürlichen Muttermilch: Die Jennewein Biotechnologie GmbH wird ihre erste klinische Studie zu…
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13.04.2018

Jennewein Biotechnologie auf den Deutschen Biotechnologietagen in Berlin: Seit 2010 finden jährlich die Deutschen Biotechnologietage statt. In diesem…
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06.04.2018

Jennewein Biotechnologie ist Finalist beim NutraIngredients Award: In diesem Jahr wird der NutraIngredients Award zum vierten Mal…
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01.02.2018 PR

Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Jennewein Biotechnologie GmbH: Die Jennewein Biotechnologie GmbH ist Preisträger des diesjährigen Innovationspreis des…
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Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jedes Jahr weltweit 15 Millionen Babys zu früh geboren. In Deutschland sind es jährlich ca. 65 000. Diese Frühgeborenen oder so genannten Frühchen sind aufgrund des noch unterentwickelten Immunsystems anfälliger für Infektionskrankheiten und neigen häufig auch zu Entzündungen des Gastrointestinaltraktes. Diese gastrointestinalen Infektionen können eine so genannte nekrotisierenden Enterokolitis (NEK) hervorrufen, welche schwere Schädigungen der Organe nach sich zieht und bis zum Tod der Kinder führen kann.

Behandelt werden kann diese Erkrankung mit Breitbandantibiotika oder einem chirurgischen Eingriff, dem jedoch lebenslange Komplikationen folgen können.Dass auch Muttermilch vor NEK schützen kann, haben unlängst wissenschaftliche Studien belegt.
Es stellte sich heraus, dass Frühgeborene, die mit Muttermilch ernährt werden, seltener hieran erkranken als Babys, die her-
kömmliche Säuglingsnahrung zu sich nehmen. Die herkömmliche Säuglingsnahrung unterscheidet sich von der Muttermilch dadurch,
dass letztere humane Milch-Oligosaccharide (HMOs) enthält, welche im Milchpulver nicht vorkommen. Humane Milch-Oligosaccharide
sind komplexe Zuckermoleküle; es sind ca. 200 strukturell unterschiedliche HMOs bekannt. Nach Fetten und Lactose bilden sie den drittgrößten Anteil der menschlichen Muttermilch und sie kommen in dieser Komplexität und Menge nur in humaner Milch vor. Mutter-
milch enthält zwischen fünf und 25 Gramm HMOs pro Liter

Wissenschaftliche Studie haben nachgewiesen, dass diese natürlichen Zucker verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen für Säuglinge haben.Sie sind präbiotisch, können das Risiko für Infektionskrankheiten, wie z.B. Norovirusinfektionen senken und fördern die neuronale Entwicklung der Neugeborenen. Zudem haben HMOs einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems und die Barrierefunktion des Darmepithels, was wiederum eine wichtige Rolle beim Schutz vor der nekrotisierenden Enterokolitis bei Früh-
geborenen spielt. In diesem Zusammenhang konnte in Tiermodellen nachgewiesen werden, dass spezifische HMOs, wie 2‘-Fucosylla-
ctose und Disialyllacto-N-tetraose, die ebenfalls in der Muttermilch vorkommen, diese schädliche Darmerkrankung von Frühgeborenen abwenden können.

Das bedeutet, dass vor allem gestillte Babys und Frühgeborene, die Muttermilch bekommen, von den positiven gesundheitlichen Auswirkungen dieser Zuckermoleküle profitieren können. Seit vier Jahren gibt es jedoch auch eine Formulanahrung, die u.a. 2‘-Fucosyllactose enthält und auch nicht gestillten Babys damit den Vorteil von HMOs zugutekommen lässt. Für Frühchen, die keine Muttermilch bekommen können, bietet sich mit den jüngst entdeckten positiven Eigenschaften von HMOs auf die Verringerung des Risikos an NEK zu erkranken eine Perspektive zur Abwehr dieser teils lebensbedrohlichen Darmerkrankung.