Jennewein Biotechnologie

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01.02.2018 Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Jennewein Biotechnologie GmbH

Die Jennewein Biotechnologie GmbH ist Preisträger des diesjährigen Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz, der im Rahmen einer festlichen Preisverleihung in der Industrie- und Handelskammer Koblenz am 31.01.2018 zum dreißigsten Mal verliehen wurde. Jennewein erhält den Preis in der Kategorie „Unternehmen“ für seine Entwicklungen auf dem Gebiet der humanen Milch-Oligosaccharide (HMOs). Humane Milch-Oligosaccharide kommen ausschließlich in der humanen Milch vor und werden, wie z.B.  2‘-Fucosyllactose,  3‘-Fucosyllactose, Lacto-N-tetraose oder 3‘-Sialyllactose von Jennewein Biotechnologie durch Fermentation für Säuglingsnahrung hergestellt.Gegenwärtig wird 2‘-Fucosyllactose als Nahrungsergänzungsmittel in der Säuglingsnahrung in Weltregionen wie USA, Mexiko, Singapur oder China eingesetzt.

Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat die Jennewein Biotechnologie ein innovativesVerfahren entwickelt, dass es ermöglicht, humane Milch-Oligosaccharide, speziell 2‘-Fucosyllactose, humanidentisch und im industriellen Maßstab herzustellen. Hierfür hat das Unternehmen einen einzigartigen fermentativen Produktionsprozess entwickelt, der sich auf wissenschaftliche Forschung stützt.

„Mit dem Einsatz von humanen Milch-Oligosacchariden (HMOs) in Säuglingsnahrung ist ein großer Schritt gelungen, diese der Muttermilch funktionell anzugleichen und Säuglingen, die nicht oder nur teilweise gestillt werden können, die Vorteile von HMOs zugänglich zu machen“ erläutert Dr. Stefan Jennewein, Gründer und CEO des Unternehmens. Humanen Milch-Oligosacchariden, vor allem 2‘-Fucosyllactose, konnten seit ihrer Entdeckung vor mehr als 100 Jahren bis heute viele positive Eigenschaften zugewiesen werden, wie zum Beispiel der Schutz vor Noroviren und bakteriellen Infektionserregern. Außerdem führen HMO’s im Allgemeinen und 2‘-Fucosyllactose im Speziellen auch in der humanen Milch zur Etablierung eines gesunden Mikrobiomes. Dies sind Eigenschaften, die gewöhnliche und noch heute im Gebrauch befindliche Säuglingsnahrung  nicht aufweist.

„Mit dem neuen biotechnologischen Verfahren ist es erstmals möglich, die wichtigen menschlichen Zucker in industriell hergestellte Säuglingsnahrung zu integrieren. Künstliche Säuglingsnahrung wird somit ernährungsphysiologisch wertvoller. Besonders beeindruckt hat die Jury die rasche Marktdurchdringung, die mit dem Verfahren erreicht wurde“ heißt es in der Begründung der Jury zur Preisvergabe. Die 16-köpfige Jury setzt sich aus Vertretern des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, der Arbeitsgemeinschaften der IHKs und HWKs und Mitgliedern namhafter rheinland-pfälzischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen. Den Preis für sein Unternehmen, das mittlerweile zu den international führenden Anbietern dieser funktionellen Zucker zählt, betrachtet  Dr. Stefan Jennewein als eine besondere Auszeichnung:“ Wir fühlen uns sehr geehrt, dass das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz unsere Errungenschaften im Bereich der Biotechnologie mit dem Innovationspreis anerkennt“.